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Sommerferien

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Wir wünschen Ihnen einen schönen und angenehmen Sommer!
Ralf Rupf,
Gedankeninput: Zwei Ritter im Urlaub
Es waren einmal zwei Ritter. Sir Cuthbert war ein grosser mutiger Ritter und Sir Cedric war ein kleiner mutiger Ritter. Sie beschützten das Land vor Bären und Löwen, vor Schlangen, Feinden und Bösewichten jeglicher Art. Dazu trugen sie grosse, glänzende Schilder und schwere Rüstungen. Das Land zu beschützen war harte Arbeit. Jeden Abend wankten die zwei Ritter total ausgebrannt nach Hause. Auch der König und die Königin bemerkten das. Gemeinsam beschlossen sie ihre Helden in die Ferien zu schicken. Sie liessen die beiden rufen.

„Wir haben entschieden, euch Männer für eine Woche zur Küste zu schicken“, erklärte die Königin. „Ich möchte, dass ihr Sandschlösser baut, paddelt, fischt und Ball spielt. Ihr werdet ausgeruht und mit neuen Kräften zurückkehren.“

Noch nie zuvor waren die beiden Männer an der Küste, doch sie waren zu müde um aufgeregt zu sein. Freudlos packten sie Badehose, Badetücher und Sonnencreme in die Satteltaschen und ritten los. Einige Stunden später bogen sie um eine Kurve – und plötzlich lag eine wunderschöne Aussicht vor ihnen: funkelnd blaues Meer, schimmernd weisser Sand, schattige, grüne Palmen.

An der Küsten angekommen taten sie sofort was ihnen König und Königin aufgetragen hatten: Sandschlösser bauen, Strandball spielen und Postkarten schreiben. Drei Tage vergingen doch die neuen Kräfte kehrten nicht zurück. Traurig schauten sich die Ritter an. Und dann, von irgendwoher, schoss Sir Cedric ein wirklich mutiger Gedanke durch den Kopf. „Cuthbert“, sagte er. „Denkst du nicht, dass unsere Ferien besser funktionieren würden, wenn wir vielleicht unsere Rüstungen ablegen würden? Ich meine… ohne Rüstung wäre das Herumrennen nicht so anstrengend. Wir könnten die Sonne auf der Haut spüren und den Sand zwischen den Zehen.“ „Wir sind Ritter!“ keuchte Sir Cuthbert zurück und sprach weiter von Verantwortung, möglichen Bösewichten, Ritterwürde usw…

Doch Sir Cedric hörte bereits nicht mehr zu. Er war hinter einem Stein verschwunden – als er wieder hervorkam, konnte Sir Cuthbert seinen Augen kaum trauen. Sein Freund trug nichts anderes als ein Paar gestreifte Badehosen. „Cedric!“ brüllte er. „Du bist verrückt.“ „Ich fühle mich wie neu geboren“, brüllte er seinem Freund zurück während er im Meer herum plantschte. „Komm schon“, rief er seinem Freund zu, welcher immer noch mit seinem 25 Kilo schweren Kettenpanzer schwitzend am Strand sass. „Nimm deine Rüstung ab!“ Aber Sir Cuthbert wollte nicht. Am Ende der Woche ging er zurück an seine Arbeit. Er war noch müder als vorher. Sir Cedric jedoch ging vor Gesundheit strotzend und strahlend vor Glück nach Hause. Erfrischt von der Sonne, dem Meer und dem Strand.


Gedankeninput: Ritterrüstungen werden wohl die Wenigsten von uns mit in die Sommerferien nehmen - wir sind ja keine mittelalterlichen Ritter! Mit Ritterrüstungen am Strand herumrennen - wie blöd ist das denn? Und dann klingelt mein Smartphone und ich frage mich, was ich damit in meinen Ferien machen soll... Es wird piepsen, klingen, stören und mich daran hindern mich ganz auf Erholung einzulassen. Deshalb: Sir Cedric hat's kappiert - ab und zu braucht man einfach Ferien. Wirklich Ferien - also shutdown, herunterfahren, offline - tschüss moderne Ritterrüstung ;-) und erholen, loslassen, geniessen!

Geschichte aus: 50 5-Minuten-Geschichten, Lynda Neilands, Schwengeler Verlag

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