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Wir haben das Wort

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Am kommenden Sonntag, 16. September feiern wir den Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag. Im diesjährigen Mandat zum Bettag erinnert Kirchenratspräsident Martin Schmidt daran, dass wir aufgefordert sind, uns in die öffentliche Debatte einzubringen.
Rolf Kühni,
Bettagsmandat 2018
verfasst von Kirchenratspräsident Pfr. Martin Schmidt
500 Jahre Reformation — das feiern wir dieses Jahr in St. Gallen und in der ganzen Welt. Dabei haben wir wieder neu entdeckt: Das Wort Gottes ist unsere Richtschnur und in ihm wurzelt unsere Identität. Dies ist unser reformierter Grundsatz.
Die Reformatoren brauchten eine gute Portion Zivilcourage und ein tiefes Vertrauen in das Wort, um öffentlich gegen die damaligen Autoritäten zu argumentieren. Das war früher so und gilt bis heute. Luther hat gefragt: Wie bekomme ich einen gerechten Gott? Und Zwingli hat ergänzt: Wie bekomme ich einen gerechten Staat mit Gott in der Mitte? Zwingli war sowohl ein politischer Prediger als auch ein predigender Politiker. Die Reformierten haben dafür gesorgt, dass der Staat viele Aufgaben übernommen hat, die sie aus christlicher Sicht für nötig hielten. Darum ist die reformierte Kirche bis heute stark mit dem Staat verbunden.
Der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag ist Ausdruck dafür, dass der Staat von der Kirche etwas erwartet und wir in seinem Auftrag gemäss im Dienst der Gesellschaft wirken sollen. Wir sind als Kirche eingeladen und herausgefordert, uns in die öffentliche Debatte einzubringen. Wir reden mit. Wir stehen im Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern von Staat, Wirtschaft, Parteien und Verbänden. Früher hiess das Disputation. Verschiedene Kräfte ringen um die Gestaltung des öffentlichen Lebens. Das Wort Gottes, das die Reformatoren leitete, ist im liberalen, religiös neutralen Staat nicht mehr die selbstverständliche Basis von allen Teilnehmenden dieses Disputes. Starke Argumente sind von den Reformierten gefragt.
Das neue Schulfach ERG «Ethik - Religion - Gemeinschaft» zeigt es exemplarisch. Der Beitrag der Kirchen gehört zur Vermittlung dieser drei Bereiche notwendig dazu. Diese Kombination bringt zum Ausdruck, dass sich das ethisch Gute in der Gemeinschaft zeigt. Im Blick darauf und auf das Wort Gottes geht es also darum, zurück und nach vorne zu schauen. Re-Formation ist eine Bewegung in die Zukunft und zu den Wurzeln. Oder wie es Johann Wolfgang von Goethe sagte: «Zwei Dinge sind es, die Eltern ihren Kindern mitgeben sollen — Wurzeln und Flügel». So macht das Jubiläum uns bewusst, wo wir herkommen und was wir und das Wort Gottes für diese Gesellschaft bedeuten und bewirken können.
Der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag fordert dazu auf, ein öffentliches Wort zu sprechen. Darum - reden Sie mit und handeln Sie für das gute gemeinsame Leben.
16. September 2018
Im Namen des Kirchenrates
Der Präsident: Pfr. Martin Schmidt


Alljährlich zum Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag verfasst der Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen ein Mandat, in dem er sich zu gesellschaftlichen Fragen aus kirchlicher Perspektive Gedanken macht. Buss- und Bettage haben in der Schweiz seit dem Mittelalter Tradition. Ursprünglich wurden die Mandate dazu von staatlichen Behörden verfasst.

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Reformierte Kirchgemeinde Sargans•Mels•Vilters–Wangs
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Pfarrer Rolf
Verantwortlich: Rolf Kühni
Bereitgestellt: 11.09.2018

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